
Ihr werdet euch fragen, warum ich schon wieder ein süßes Rezept präsentiere. Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist es bei uns im Pfälzerwald immer noch winterlich kalt und nass. Der Duft von frischgebackenem Kuchen, der das ganze Haus mit wohliger Wärme durchzieht, tröstet ein wenig über mangelnde Sonnenwärme hinweg. Der Frühling lässt dieses Jahr wirklich auf sich warten.
Zum anderen ist gemeinsames Backen für Kinder eine schöne und sinnvolle Beschäftigung an regenreichen Nachmittagen. Und mir macht es riesigen Spass, auch wenn hinterher die ganze Küche mit einer weißen Schicht aus Stärke und glutenfreiem Mehl überzogen ist.
Und es gibt noch einen weiteren Grund für die vielen Backrezepte:
Als wir angefangen haben, uns gluten- und kuhmilchfrei zu ernähren, war der schwierigste Schritt die Umstellung auf glutenfreies Backen. Ich konnte immer schon ganz gut backen, aber ohne Weizenmehl zu backen, ist eine echte Herausforderung. Am Anfang habe ich mehr weggeworfen als gegessen. Ehrlich, ein Alptraum, wenn man darauf angewiesen ist, seiner Familie und insbesondere seinen Kindern ein gesundes, allergenarmes und vor allem leckeres Essen zu bereiten.
Glücklicherweise essen meine Kinder nicht viel Süßes, sonst hätten wir zu Beginn der Diät ein echtes Problem gehabt. Ein leckeres gluten- und milchfreies Mittagessen ist schnell zubereitet, aber Kuchen und vor allem Brot braucht Zeit und Übung.
Um euch all die Misserfolge und den damit verbundenen Frust zu ersparen, gebe ich hier meine Backgeheimnisse preis.
Bananenkuchen habe ich vor ein paar Jahren auf einer Reise in die USA für mich entdeckt. Und so richtig gut schmeckt er mir eigentlich erst, seit ich ihn selbst backe – glutenfrei und weniger süß als die amerikanische Variante. Eigentlich könnte ich also den amerikanischen Namen „Bananabread“ wörtlich nehmen und meinen Kuchen Brot nennen.
Egal wie, der Bananenkuchen schmeckt getoastet zum Frühstück mit etwas Margarine oder Nussmus (Mandel, Erdnuss, Cashew, Sonnenblumenkerne – je nachdem, was vertragen wird) und Marmelade bestrichen oder nachmittags zu einer Tasse Tee einfach lecker.
Man kann natürlich den Teig noch mit gehackten Walnüssen, Pekannüssen, getrockneten Datteln, Rosinen oder gehackter Schokolade anreichern, aber meinen Kindern schmeckt der Kuchen ganz pur am besten.
Bananenkuchen
125g gluten- und milchfreie Margarine
100g Agavendicksaft
2 Eier
350g reife Bananen, zerdrückt
½ TL gemahlene Vanille
½ TL gemahlenen Zimt
1 Prise Salz
200g Vollkorn-Reismehl
50g helles Teffmehl (Reformhaus)
1 TL Weinstein-Backpulver
¾ TL Natron
3 EL warme Reismilch
Den Backofen auf 160°C Umluft oder 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Eine 30cm lange Kastenform gut einfetten.
Margarine mit Agavendicksaft in einer Schüssel cremig schlagen. Die Eier dazugeben und weiter schlagen. Das geht am besten mit dem Handrührgerät oder in einer Küchenmaschine. Die zerdrückten Bananen, gemahlene Vanille, Zimt und die Prise Salz zugeben.
In einer zweiten Schüssel Reismehl und Teffmehl mit dem Backpulver vermischen und unter die Teigmasse rühren.
Die Reismilch leicht erwärmen und mit dem Natron verrühren und ebenfalls dazu geben.
Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und glatt streichen. Ab in den Ofen für ca. 50 Minuten.
Garprobe mit einem Holzstäbchen machen. Bleibt Teig am Stäbchen kleben, ist der Kuchen noch nicht fertig gebacken.
Fertigen Kuchen auf ein Gitter stürzen und abkühlen lassen.
Ich backe Bananenkuchen meistens dann, wenn ich ein paar überreife Exemplare in meiner Obstschale liegen habe.
Reife oder fast überreife Bananen lassen sich aber auch gut einfrieren.
Dazu die Bananen schälen und zerdrücken oder in Scheiben schneiden und schnell in Gefrierbeutel geben. An der Luft werden die Bananen sofort braun und unappetitlich.
Ein paar Spritzer Zitrone schaden nicht.
Für den nächsten Kuchen oder ein anderes Rezept mit Bananen wie z.B. Bananapancakes (Rezept folgt) die gefrorenen Bananen einfach in dem Gefrierbeutel auftauen lassen und sofort verarbeiten.
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