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Rezepte, Fotos und Gedanken aus meiner Küche.









Sonntag, 8. März 2009

Die Rindfleischsuppe meiner Schwiegermutter

Oma Irmgard kocht die beste Rindfleischsuppe, die ich bisher gegessen habe. Sie hat natürlich kein Rezept dafür und behauptet auch, man brauche keins, denn es komme nur darauf an, eine wirklich große Menge gutes, fettes Rindfleisch und ein paar Knochen zu nehmen. Und ganz viel Petersilie.
Hier eine Annäherung.


Rindfleischsuppe ohne Rezept

Unmengen an Rinderknochen und Saftrippe, mehr Fleisch als Knochen, insgesamt mehrere Kilo!
ein Bund Staudensellerie, grob zerkleinert
2 Stangen Lauch, in grobe Stücke geschnitten, ohne das ganze Grün
3 große Möhren, in Stücken
2 Bund Petersilie, einfach so
Kein Lorbeerblatt, keine Zwiebel, kein Pfeffer, nix weiter.

Alles in einen riesigen Topf schichten. Mit kaltem Wasser auffüllen, bis fast alles bedeckt ist.
2 ½ Stunden sanft kochen lassen.

Gemüse aus der Suppe nehmen, wegwerfen.
Knochen wegwerfen.
Fleisch aus der Suppe nehmen und auf einen großen Teller legen.

Jetzt erst die Suppe salzen, aber kräftig. Abschmecken, …ach wie gut!
Eventuell noch durch ein Sieb in einen zweiten riesigen Topf gießen (aber wer hat den schon).

Fleisch vom Fett befreien und das Fett wegwerfen, falls kein dicker Hund namens Max in der Familie lebt.
Fleisch kleinschneiden und wieder zur Suppe geben.

Wahrscheinlich bleibt bei der Menge etwas Suppe übrig: einfrieren für schlechte Zeiten!


Und dann kommen nur noch die drei unten aufgeführten Einlagen in die Suppe, sonst nichts! Schmeckt gigantisch gut.


Schwiegermamas Suppeneinlagen:
(und wehe, es fehlen mal die Markklößchen)

- weißer Reis, gekocht
- Markklößchen, selbstgemacht aus Rindermark (die ausgelösten Markknochen kommen gleich zu Beginn mit in die Suppe!), glutenfreiem Paniermehl, kleingehackter Petersilie, Salz, Muskat…dafür hat sie natürlich auch kein Rezept.
- Eierstich (aus Eiern, Wasser, Salz und Muskat), gewürfelt

Meine Schwiegermutter tischt die Suppe sonntags als ersten Gang auf. Ich bin danach meistens schon satt. Leider, denn der zweite Gang ist mindestens genauso gut.

Randbemerkung: Ich lasse die Suppe über Nacht im Kühlschrank stehen und nehme am nächsten Tag das Fett ab. Wie Oma Irmgard das macht, traue ich mich nicht zu fragen. Ich fürchte aber, sie lässt das Fett in der Suppe, denn bei ihr schmeckt die Rindfleischsuppe noch viel besser als bei mir…
Und noch was: ein ansprechendes, ehrliches Foto ist mir bisher noch nicht gelungen. Ich muss die Suppe demnächst mal in ihrer natürlichen Umgebung, dem Esszimmer meiner Schwiegermutter fotografieren, in gemusterten Suppentassen, wie nur Omas sie besitzen. Mit einem viel zu großen und viel zu schweren Silberlöffel daneben und der Verwandtschaft drumherum.

Aus weißen Designer-Suppentellern schmeckt sie auch nicht so gut.

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diesen herrlichen Beitrag - werde versuchen, die Suppe nachzukochen! Muss mir erst noch zwei entsprechende Töpfe ausleihen. Gruss, Cosima xxx

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  2. Leichtscher
    Ich behaupte, dass das Rezept von meiner Mutter besser ist und besser schmeckt.
    Tafelspitz oder Zungenstück, Markknochen, angebrannte, halbe Zwiebeln, Lorbeerblatt, Nelken und unbedingt Salz, da das Fleisch sonst nur ausgelaugt wird und nach nichts mehr schmeckt. Lauch, Sellerie und Möhren mit aufsetzen und nach der Kochzeit wegwerfen. Dann erst ganz fein geschnittenes Suppengrün dazufügen. Mahlzeit.

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  3. Leichtschwer
    muss es heisssen. Mein Nick.

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