lecker ∙ glutenfrei ∙ kuhmilchfrei ∙ gesund ∙ saisonal

Rezepte, Fotos und Gedanken aus meiner Küche.









Freitag, 8. Mai 2009

Erdbeer-Rhabarber-Auflauf









Rhabarber gibt es nun schon einige Zeit auf dem Wochenmarkt, und ich frage mich, wieso ich dieses Jahr noch nicht mindestens 5 Kilo gekauft habe. Ich liebe Rhabarber!

Meistens schmeckt er mir süß und in Kombination mit Erdbeeren am besten, aber es lohnt sich auch mal, eine herzhafte Variante zu probieren, z.B. ein Rhabarber Chutney, schließlich ist Rhabarber kein Obst, sondern eine Gemüsepflanze aus der Familie der Knöterichgewächse.

Jetzt aber erst mal süß:
Frische, süße Erdbeeren gehen eine perfekte Verbindung mit dem sauren und etwas herben Rhabarber ein. Und knusprig wird das Ganze mit der Streusel-Kruste aus Mandelsplittern, Hirseflocken, Reismehl und Demerara-Zucker. Der Auflauf schmeckt am besten warm als Dessert. Richtig gut würde Vanilleeis dazu passen, doch da wir ja auf Kuhmilch verzichten müssen, sind Soja-Vanilleeis, kuhmilchfreier Vanillepudding, ein Klacks aufgeschlagene Soja-Sahne oder etwas milder Schafsjoghurt leckere Alternativen.
Aber auch pur ist dieses Dessert ein Genuss, versprochen.

Für das folgende Rezept ist eine fertige Mehlmischung völlig in Ordnung (ich habe die helle Reismehlmischung von Werz mit Johannisbrotkernmehl genommen, aber jede andere glutenfreie Mischung funktioniert hier auch).

Erdbeer-Rhabarber-Auflauf

Für die Streusel

50g helle glutenfreie Mehlmischung
50g Demerara-Zucker
25g Hirseflocken
50g Mandelsplitter (gehobelte Mandeln)
½ TL Zimtpulver
1 Prise Muskat
1 Prise Salz
50g gluten- und milchfreie Margarine


Für die Rhabarber-Erdbeer-Masse

250g Erdbeeren
350g Rhabarber
50g Rohrohrzucker
1 EL helle glutenfreie Mehlmischung


Alle Zutaten für die Streusel mit den Händen verkneten und zerkrümeln.
Die Mandelsplitter dürfen dabei in kleinere Stückchen brechen. Ich nehme aber absichtlich keine gemahlenen Mandeln, damit die Streusel besonders knusprig werden.

Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.
Eine backofentaugliche Form mit Margarine einfetten.

Rhabarber waschen und verwertbare Teile in Stücke von etwa 2 cm schneiden.
Erdbeeren vorsichtig waschen, trocken tupfen, entkelchen und halbieren.
Erdbeeren und Rhabarber mit dem Zucker und der Mehlmischung vermengen und in die vorbereitete Form füllen.
Mit Streusel bestreuen und in den Ofen stellen.

Etwa 45 Minuten backen, bis die Erdbeer-Rhabarber-Masse schon blubbert und die Streusel goldbraun werden.

Noch warm genießen.

Dienstag, 5. Mai 2009

Feigen-Rosmarin-Brot



Wir waren am Wochenende zum Grillen bei lieben Freunden eingeladen und ich habe dieses Brot vorher gebacken und als kleines Überraschungsgeschenk mitgebracht.
Die Idee dazu ist mir beim Anblick meines neuen Rosmarin-Strauchs gekommen, den ich morgens auf dem Markt erstanden hatte.
Ich mag im Moment gern würzige Speisen mit einer ganz leicht süßen Note. Was passt da also besser als die feine Süße von Feigen, die auch in herzhafter Umgebung nicht aufdringlich wird.
Aber am allerbesten ist der Duft beim Backen. Wie ein Kurzurlaub am Mittelmeer…

Das Brot ist bei allen sehr gut angekommen.
Es schmeckt besonders köstlich zu mediterranen Gerichten. Wir haben zum Beispiel Lammkoteletts und Merguez gegrillt, dazu gab es Radieschen-Schnittlauch-Salat mit Ziegenfrischkäse (genial, ich werde noch mal nach dem Rezept fragen) und ein Taboulé mit Quinoa statt Bulgur. Es war ein wunderschöner Abend.
Feigen-Rosmarin-Brot

100g Vollkorn-Reismehl
50g Teffmehl
50g Buchweizenmehl
50g Hirsemehl
30g Kartoffelstärke
1 TL Xanthan oder Guarkernmehl
1 Päckchen Backpulver

3 Eier
250ml Reismilch
1 TL Apfelessig
45g Olivenöl (etwa 70ml)

100g getrocknete Feigen
etwa 5 Zweige frischer Rosmarin
1 gestrichener TL Salz (oder weniger, ganz nach Geschmack)

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.

Die getrockneten Feigen hacken und von 2 Rosmarinzweigen die Nadeln abzupfen und ebenfalls klein hacken. Die restlichen 3 Zweige zur Seite legen, um das Brot vor dem Backen damit zu dekorieren.

Eine kleine Kastenform leicht mit Margarine einfetten und mit Backpapier auslegen.

Die Eier mit der Reismilch, dem Apfelessig und dem Öl aufschlagen. In einer zweiten Schüssel die Mehlsorten, die Stärke, Xanthan und Backpulver gut mischen.

Die Mehlmischung zu der Milch-Ölmischung geben und mit Salz würzen. Alles verrühren, dann die Rosmarinnadeln und die Feigen unterheben.

Den Teig sofort in die vorbereitete Kastenform füllen und mit den Rosmarinzweigen dekorieren. Die Form in den vorgeheizten Ofen stellen und das Brot etwa 50 Minuten backen. …und den Duft genießen!

Fertiges Brot noch etwa 10 Minuten in der Form stehen lassen, dann zum Abkühlen aus der Form auf ein Kuchengitter heben.

Dienstag, 28. April 2009

Zucchini-Schafskäse-Küchlein




Herzhaft, leicht, kohlenhydratarm und bestens geeignet für ein Picknick am 1. Mai.

Das Originalrezept für die Zucchini-Schafskäse-Küchlein stammt von Theresa Schöttl und ist in dem Buch „Das neue große LOGI-Kochbuch“ von Franca Mangiameli und Heike Lemberger veröffentlicht worden. Ich habe es nur leicht modifiziert und statt Magerquark Schafsquark und statt Haferkleie Quinoaflocken genommen.

Besonders gut passen die Küchlein zu einem kleinen Tomatensalat.


Zucchini-Schafskäse-Küchlein

1 kleine rote Zwiebel
300g Zucchini
8 schwarze Oliven
8 getrocknete Tomaten (nicht in Öl eingelegt)
70g Feta
3 Eier
1 EL Olivenöl
125g Schafsquark
50g gemahlene Mandeln
50g Quinoaflocken
1 TL Backpulver
Salz
Pfeffer
frisches Basilikum

Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Papierbackförmchen in die Vertiefungen des Muffinblechs setzen.

Die Zwiebel abziehen und in ganz feine Würfelchen schneiden.
Die Zucchini waschen und putzen, die Enden abschneiden und 300g fein raspeln. Zucchiniraspel in ein Sieb geben und ausdrücken.
Die Oliven entsteinen und zusammen mit den getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden. Ein paar Blätter frisches Basilikum waschen und ebenfalls in Streifen schneiden.

Ausgedrückte Zucchiniraspel, Tomaten, Oliven, Zwiebeln und Basilikum mischen und mit Salz (nach Geschmack, ich habe etwa 1 gestrichenen TL Salz genommen) und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Den Feta in kleine Würfel schneiden.
Die Eier trennen.
Die Eigelbe mit dem Olivenöl und dem Schafsquark verschlagen.
Mit Mandeln, Quinoaflocken und Backpulver zu einem glatten Teig verrühren.
Die Zucchinimischung und den Feta unterheben.
Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unterziehen.

Den Teig in die Papierförmchen füllen.
Im vorgeheizten Ofen etwa 25-30 Minuten backen, bis die Küchlein schön gebräunt sind.